2019 | Burgund | Tour-Tagebuch

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Von Allain zur Maison St. Bernard, 89450 Vézelay

Hallo Rosa,
auch ich wollte dich im Moment noch nicht mit auf die Reise nehmen, aber da ich anscheinend mittig während des Zündfunkens vor dem Helmkreuz stand und auch es Thomas mit mir „Gut“ meinte, bist du heute meine Beifahrerin.
Ja, es ist schon etwas anderes, mit dir unterwegs zu sein. Als erstes musste ich die Helmlautsprecher etwas leiser drehen bzw. ausschalten, damit wir uns auf der Reise etwas erzählen konnten.
Nach ca. 1 Stunde bin ich zu der Meinung gekommen, dass jetzt aus der Motorradtour meine persönliche Pilger-Reise begonnen hat.
Nachdem wir am Hotel „La Haie des Vignes“ in Allain um 9:30 Uhr bei 25 Grad gestartet sind, sollten sich die Temperaturen bis zur Zielankunft noch bis 40,5 Grad steigern.

Unsere erste Rast machten wir auf einem kleinen Parkplatz am Straßenrand, auf dem uns Ute mit dem Auto gefolgt ist, nachdem wir sie kurz vorher parkend an einem anderen Parkplatz versehentlich ignoriert haben.
Utes Rückenbeschwerden wurden in der Pause umgehend durch Sabines diversen geschulten Griffe behandelt, damit es Utes Rücken besser geht.
Nachdem wir weiter gefahren sind, sahen wir auf der Route ein Einkaufszentrum in dem Wolfgang und Thomas für unsere Mittagsrast einkaufen gingen.

Ja, Rosa, jetzt stehe ich mit dir vor dem Einkaufszentrum und wir passen auf die Helme und Jacken auf und ich versuche schon einmal ein paar Zeilen zu schreiben, damit ich Rainer heute Abend nicht komplett in Anspruch nehmen muss. (Danke, Rainer).
Nach dem Einkauf geht es weiter zur Gruppe die ca. 2 km hinter dem Ort im Schatten auf das Mittagessen wartet.
Die Mittagsrast wurde allerdings noch etwas verschoben, da Wolfgang, unser Tourguide, noch ein paar Kilometerabspulen wollte.
Kurz nach dem Start sahen wir die Gruppe vom Günther, die in einer Kurve sich ein schattiges Plätzchen unter Bäumen ausgesucht haben.
Wir fahren noch ein paar Kilometer weiter auf einen schönen Waldparkplatz an dem wir unsere Mittagsrast hielten. Vorbei fahrende LKW bzw. eine Gruppe mit Citroën-Oldtimern begrüßte uns vorbei fahrend mit ihren Hupen.
Nach der Pause ging es gestärkt weiter durch die Kornkammer Frankreichs, bis sich nach langer Zeit die Landschaft änderte und man sich fragte wie weit es noch nach Vézelay wäre.
Irgendwann war es dann so weit, als sich nach einer Bergkuppe das Kloster von Vézelay zeigte.
Thomas erfreute sich so über diesem Anblick und signalisierte dieses Wolfgang unserem Schlussfahrer per Handzeichen, dass sich das Tourziel in Sichtnähe befindet.

Die Auffahrt zum Kloster ging verbotener Weise durch die Fußgängerzone von Vézelay und auch die Parkplatzsituation gestaltete sich schwierig.
Danach hieß es schnell unter die Dusche und ab in die Basilika zur Vesper bzw. zum Abend-Gottesdienst.
Hier muss man wirklich sagen, dass die Kathedrale mit ihrer Akustik beim Gesang der Schwestern von Jerusalem wirklich beeindruckend ist.
Auch die gesamte Messfeier mit vielen Pilgern war sehr schön.
Nach dem Gottesdienst haben wir uns wieder zum Abendessen im Pilgerhaus St. Bernard getroffen um zu Abend zu essen.
Hier gab es tatsächlich ein paar Probleme, da niemand genau wusste, dass wir das Abendessen selber auftischen müssen. Beim Nachtickern in der großen Runde wurde intensiv über die Einfachheit der Unterkunft diskutiert. Hier gibt es sichtlich verschiedene Meinungen, wobei meine persönliche ist, dass ich glaube, dass so etwas zum Pilgern dazu gehören muss.
Nach dem Nachtickern ging es endlich zum „Ankunftsbier“ in die Bar „La Compostelle“ wo ich glaube, dass spätestens zu diesem Zeitpunkt es allen wieder gut ging.

So „Rosa“, du bist zwar in der Herberge geblieben aber ich verspreche dir, dass ich ein Bier für dich mittrinken werde.
Zum Abschluss möchte ich dir sagen, dass es ein schöner Tag mit dir war und hoffe, dass du schnell eine neue Mitfahrgesellschaft findet.
Zum Schluss noch ein paar Sätze, die wir uns sicherlich alle zu Herzen nehmen sollten:
- Das Leben ist eine Chance, nutze sie.
- Das Leben ist ein Traum, mach daraus Wirklichkeit.
- Das Leben ist eine Pflicht, erfülle sie.
- Das Leben ist kostbar, gehe sorgfältig damit um.
- Das Leben ist Reichtum, bewahre ihn.

Peter

 

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