2019 | Burgund | Tour-Tagebuch

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2. Tag (Sonntag, 21.07.2019)

Von Weidenbach zum Hotel Couleurs Sud, 08000 Charleville-Mézières

Hallo Rosa,
heute haben wir also wieder zusammengefunden – heute beim Zündfunken in Weidenbach.
Es ist Zündfunkenzeit, Rainer (der Ältere) verliest das Tagebuch und schließend heißt es Weitergabe. Du drehst deine Runden, gleitest durch die Hände der Pilgergemeinschaft, änderst strategisch öfters den Drehsinn und landest final bei mir. Schön, dass Du mit mir den Tag verbringen möchtest.
Der Zündfunke wird zelebriert und der Impuls des Tages lautet: Was sind Eure besonderen Momente (des Tages)?
Um 9:30 Uhr heißt es dann Abfahrt.
Wir starten unsere Mopeds, stellen uns in der Fahrreihenfolge auf (das erste Mal beim Start auf dieser Pilger-Reise, dass wir komplett sind). Es geht über Kyll nach Mürlenbach. Wunderschöne und leere Straßen (es ist Sonntag und viele sind sicherlich bei ihren Familien oder in der Kirche).
In Mürlenbach – STOP – Straße, und ich erkenne Warnschilder „UNFALL“.

Was bedeutet es für uns?
- aktuell ein Unfall auf unserer Strecke?
- ist das ein Wink auf erhöhte Achtsamkeit?
- oder mache ich mir einfach zu viele Gedanken?

Ich versuche dieses Thema zu verdrängen und erfreue mich an der schönen Zeit, die ich mit meiner Gruppe erlebe.
Was geht mir so durch den Kopf?
- Eigentlich wollte ich Dir „Rosa“ erst später schreiben, aber Du wolltest halt zu mir, also nehme ich Dich an.
- Fotobuch für diese Pilgerreise? Ja, aber „nur“ light – Termin? Nachtreffen Ende September 2019
- Gruppenbild? Ist im Kasten. Alle Teilnehmer sind drauf. Alle? Leider fehlt Ute, aber sie kann sicher sein, dass wir an sie denken.
„Wünsche Dir alles Gute“
Wir fahren und fahren, folgen unserem Guide und den Straßen, und den Wegen, die mal Straße werden wollen. Mit tollem angepasstem Tempo geht es durch die wunderbare Eifel gen Luxemburg.
Lockeres Fahren, ich fühle mich sehr wohl und kann die Reise genießen. Die Strecke in Luxemburg lässt sich mit einem Wort beschreiben: WOW.
12:00 Uhr Tankstopp in Luxemburg. Bei den Preisen macht Tanken „fast“ Spaß. Super mit 98 Oktan für 1,321 €, da gönn ich meinem Moped auch gern das Gute.
12:35 Uhr…und schon sind wir in Belgien.

Gestern kam im Gespräch, dass Michael wohl nicht nur „´ne Schraube locker“ hatte, sondern sie sogar verloren hat. Was tun? Kabelbinder, die 1. Lösung, die auch sehr naheliegend ist – aber leider hier nicht sehr langlebig. Das Topcase nahm so langsam eine gewisse Eigendynamik auf, bis die Gruppe letztlich anhielt, um sich das mal näher anzuschauen. Die Kabelbinderlösung war nicht mehr existent und die anderen Schrauben hingen am seidenen Faden. Kollektives Brainstorming und die Lösung war skizziert und umgesetzt. Gepäck von Michael runter, meine Tasche auf Connys Soziasitz und Michaels Tasche bei mir auf die Gepäckbrücke. Spanngurt drüber  hält und bleibt so. Für mich ein besonderer Moment, dass wir als Gruppe so klasse miteinander arbeiten konnten und dieses Ziel erreicht haben – Danke dafür! Es hat uns ca. 45 Minuten „gekostet“, aber…wir haben es gern investiert. Michael hat zwar keine neue Schraube, aber er hat nun uns .

Unser Weg führt uns weiter.
14:30 Uhr ist Mittagspause in Redu angesagt. Wir stärken uns mit Speis´ und Trank und haben eine entspannte Zeit.
16:00 Uhr: wir überqueren zum ersten Mal die Grenze zu Frankreich.
Beschwingt gleiten wir weiter auf wirklich tollen Straßen und Strecken, auf denen sich doch immer wieder tolle schöne Momente verstecken - wir müssen nur bereit sein, sie zu erkennen und anzunehmen, sei es die Ausfahrt der MG-Autos, winkende und grüßende Menschen am Wegesrand oder auch die Gleitschirmflieger, die sich von der Thermik tragen lassen. Momente und Situationen, wo ich auch gern 2 x hinschaue.
2 x hinschauen war auch auf einem „fast“ Offroad-Abschnitt angesagt.
Wie würde „Pauli“ vom BDW es ausdrücken? „Schaut lieber in den Schlaglöchern nach, denn es könnten Kinder drin spielen“.
Aber auch dieses haben wir als Gruppe angenommen, und auch wenn ich mich unterwegs manchmal gefragt habe, ob das jetzt so sein muss, so war die doch überzeugende Antwort: Ja!
Als „es“ vorbei war, habe ich dies als besonderen Moment gewertet und bin dankbar für die Erfahrungen.
18:05 Uhr, wir laufen komplett und gesund im Hotel Couleurs Sud in Charleville-Mézières ein. Zwar als letzte Gruppe, aber das spielt zum Glück auf unseren Pilgerreisen keine Rolle.

Also, Mopeds ab in die Garage und den Tag beim gemeinsamen Abendessen ausklingen lassen.
Zwischen den Zeilen stehen noch ganz viele weitere kleine Geschichten, doch wenn ich die alle erzählen wollt´, dann…
Ich kann/darf und möchte aber noch sagen, dass ich sehr froh und dankbar für diese besonderen Momente bin.
In diesem Sinne… lasst uns weiterziehen!

Mike

 

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