2019 | Karnische Alpen | Tour-Tagebuch - 2. Tag (Sonntag, 18. August 2019)

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2. Tag (Sonntag, 18. August 2019)

Vom Oberschnorrhof in Dammbach nach Herrnwahlthann

Thomas hat sich wegen eines Trauerfalls in der Familie morgens verabschiedet. Natürlich zieht es ihn dorthin, wo er gebraucht wird – zur Familie.
Alles Gute Thomas – viel Kraft und viel Stärke.
Auch für unsere Gründer, die den Zündfunken moderieren, ist es keine Routine, nun zum Pilgeralltag zurück zu finden.
Unsere Aufgabe für heute: Achtsam sein – das Schöne genießen – mit allen Sinnen. Das ist ein Imperativ – genieße! Eine Aufgabe, der ich mich sehr gerne stelle! Joachim hat gleich am frühen Vormittag eine Überraschung für uns parat. Eine Fahrt mit der Fähre.
Mit etwas Nachdenken wäre man vielleicht darauf gekommen, welchen Fluss wir mit der Fähre überqueren – so in der Nähe von Frankfurt am … Aber Nachtanken – so kurz nach dem Frühstück? Also frage ich, wie der Fluss heißt. „Das ist der Mississippi“, informiert mich Heinz. Ich gucke wie Tom Sawyer in der Sonntagsschule und beschwere mich bei Melanie, weil ich mich nicht ernst genommen fühlte. Doch Melanie nickt bestätigend: „Mississippi!“ Oh Scheiße Joachim, verfahren? Das war die Geburtsstunde unseres Gruppennamens: Die Mississippis!
1. Pause 10.30 Uhr vor der freiwilligen Feuerwehr irgendwo.
„Leute, wir sollen genießen. Was bis jetzt waren eure Highlights?!
- Holger: die Fähre
- Jürgen: die Flussüberfahrt – meine Erste!
- Heinz: 100% ig alles!
- Melanie: der Duft eines Dillfeldes
- Joachim: der Dill und die Romantische Straße
Wir sitzen im Schatten und klären die Konfessionen. Sind die Katholischen wieder in der Überzahl? Nee- 3,5 zu 2,5 für die Protestanten. Wir sind uns einig, dass die Basis der Konfessionen sich versteht, tolerant ist, auch Fremdes akzeptiert. Heinz zitiert Mohammed Ali: „Religionen sind wie Flüsse – alle enden im Meer.“
Und weiter geht´s. Auf einmal fliegt mir bei Tempo 100 km/h etwas entgegen. Boah – das hat jemand vor mir verloren. Egal was das ist – ich muss anhalten. Gedacht – getan. Ich finde auf der Straße ein Roadbook der Seele, packe es ein. Und die Gruppe funktioniert! Alle stoppen vorschriftsmäßig – Joachim und Melanie kommen zurück, um den Grund des Stopps zu erfahren. „Joachim, ein Roadbook!“ „Ach ja, dann…“.
Zu Heinz fahre ich die B1, B236 und A40 oder A44, und keinen interessiert es. Hier fahre ich über die Romantische Straße, die Burgenstraße, die Deutsche Limes Straße – klingt viel besser als B1, woll? Ich weiß nur nicht, wie das jemand sieht, der in Oberfeckingen wohnt.
In Rothenburg ob der Tauber fahren wir an der „Linde“ vorbei. Erinnerungen an 2010 werden wach. An den Wirt, der uns mit frisch Gezapftem begrüßte.
Kurvenreich geht´s weiter durch den Wald, der sich öffnet und einen so was von geilen Blick auf kurvenreiche Straße frei gibt – Freude pur. Wie war das? Genieße! Ja doch, ja! Auch die Innenstädte von Leutershausen und Abenberg – rein durch die Stadttore, langsam übers Kopfsteinpflaster, raus durch´s Stadttor – das hat was. Genieße!
16 Uhr: letzte Pause im Benediktinerkloster Plankstetten. Sehr guter Kaffee und leckerer Kuchen. Genieße!
An der Altmühl entlang – später an der Donau…
Wie war das? „Altmühl, Naab und Regen fließen links dagegen!“ Oder rechts? Und wo gegen? Isar, Iller, Lech und Inn …? Reisen bildet.
Dieser Tag war – wie so viele bereits vorher – ein Geschenk! Ich habe genossen!
Danke an Joachim, danke an die Gruppe.
Genieße! Ja, aber bitte nicht nur heute, gerne auch den Rest der Woche und gerne darüber hinaus!

 

Martin

 

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