2018 | Tatra | Tour-Tagebuch

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4. Tag (Dienstag, 14. August 2018)

Von Jesenik nach Zazriva

Der Tag begann, wie wir ihn in den letzten Tagen herbeigebetet hatten.
Mit gewaltigem Segen beim Frühstück. Ob ein paar Weihwassertropfen dabei waren, weiß ich nicht, kann aber sein. Es stellte sich nämlich ganz schnell heraus, dass wir ein sehr schönes Jubiläumspaar unter uns hatten. Conny und Dirk hatten ihren 20. Hochzeitstag. Conny wurde daraufhin von 19 Männern, Dirk von 3 Freuen umarmt und gratuliert.
Für mich zeigte sich hier, was wir doch für eine schöne Gemeinschaft sind, denn die Glückwünsche kamen nach meinem Dafürhalten allesamt von Herzen und ehrlich. Dirk hatte es sich nicht nehmen lassen, auch unter den erschwerten Bedingungen einer Motorradtour, seiner Frau ein Blümchen (mit Vase) am Motorrad zu befestigen. Wir wünsche euch, dass Dirk noch viele Jahre Blumen am 14. August an Conny überreicht, und ihr euch dabei an die Tatra-Pilger erinnert.

Nach dem Zündfunken, der heute die Frage an den inneren Frieden stellte, hatte der Wettergott längst ein Einsehen und den Regen über den Motorradpilgern abgestellt. So ging es dann über zwar nasse Straßen, aber von oben trocken weiter durch Tschechien, Richtung Slowakei. Der Straßenbelag war teils sehr gut bis durchwachsen, aber ausbaufähig. So hatten wir heute viele rote Baustellenampeln, die wir in den vorherigen Tagen mit etlichen Umleitungen umfahren mussten. Wir fuhren durch Ortschaften, wo von außen gesehen, doch arm und reich dicht beieinander lagen, und man sich die Frage stellte, wie sieht es hinter diesen Fassaden aus.
In der Slowakei hatten wir zunächst den Eindruck, hier ist alles besser, da die ersten Straßenstücke endlich Fahrspaß versprachen. Das war ein Riesentrugschluss. Ortschaften gingen von der einen in die andere über, Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 50 km/h nahmen kein Ende. Somit war heute der KM-mäßig kürzeste, aber auch der anstrengendste Tag.

Wir wurden dann auf dem letzten Stück unserer Tour dann doch noch mit sehr schönen Abschnitten entschädigt, wobei die Hotelzufahrt nochmal ein kleiner Höhepunkt war. So sind wir alle wieder heil und gut im Hotel gelandet und am Ziel der Pilgerreise angekommen. Wir haben jetzt Halbzeit unserer Tour und ich möchte mich an dieser Stelle für die Arbeit und den Einsatz unserer Organisatoren und Guides ganz herzlich bedanken, mit der Hoffnung die zweite Hälfte der Pilgertour ebenso abzuschließen.

Günther P.

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