2018 | Schweiz & Oberitalienische Seen | Tour-Tagebuch

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3. Tag (Montag, 03. September 2018)

Hotel Landgasthof Kranz – Hotel Grimsel, Obergesteln

Hallo Rosa,
als Nachfolgerin von Lila ist das zwar nicht dein offizieller Name, aber ich nenne dich jetzt einfach so!

Ich sitze hier in der Abendsonne im Hotel Grimsel im Wallis mit einem traumhaften Blick in die Schweizer Bergwelt. Heute ist der dritte Tag der Pilgern-mit-PS-Tour in die Schweizer Alpen und an die Oberitalienischen Seen. Gerade haben wir „nachgetickert“ und unser „Einlaufgetränk“ genossen und festgestellt, dass es ein wunderbarer Tag war.

Aber von Anfang an…
Heute Morgen starteten wir unsere Tour in Görwihl, einem kleinen Ort im Schwarzwald. Nach einigen schönen „Schwingkurven“- die wir gestern übrigens alle durch das Münstertal zum Landgasthof Kranz sehr super fanden – kam der erste Halt schon sehr schnell, denn die Versorgung mit Proviant für unser Picknick und noch Tanken vor der Schweizer Grenze waren der zweite Programmpunkt dieses Tages.
Was war der erste? Na, natürliche der morgendliche „Zündfunke“ mit dem Impuls für den Tag – und dem etwas misslungenen Versuch, „Laudate omnes Gentes“ zweistimmig zu singen – Wir üben dran!
Der Impuls des Tages lautete: „Was ist mir heute besonders gut gelungen?“… aber darüber später. Also, weiter ging es über die Schweizer Grenze, nicht ohne dass Wolfgang uns nochmal eindringlich auf die Geschwindigkeitsbeschränkung in der Schweiz hinweist – hohe Strafen drohen bei Nichteinhaltung. 55 € bei einem km/h Übertritt, bei Nicht-Bezahlen Beschlagnahmung des Moppeds – Knast!
Ich erwähne das, weil es mich und auch andere in der Gruppe anfangs etwas gestresst hat – der Blick ging mehr auf den Tacho als auf die Straße. Wobei ich persönlich zum Teil die Entschleunigung auf der Landstraße auch genossen habe, da konnte ich mehr in die Gegend schauen… Schön!
Dann wurde es echt „ätzend“. In Aarau gefühlte 250 Baustellen. Stop and Go usw. In den ersten beiden Stunden Durchschnitt von 35 km gefahren. Nervig!
Aber dann, nach der Kaffeepause stieg die Stimmung wieder und die Fahrt über den Glaubenbüelenpass entschädigte uns für die bisherige Fahrt – besonders Gerd, Elke und Rainer, die beim „Freien Fahren“ mal endlich richtig am Kabel ziehen konnten.
Wir anderen vertrauten lieber weiterhin der Führung unseres Tourguides Wolfgang.
Und dann kam der Nebel, man sah, dass man (fast) nichts sah… das beeinträchtigte aber unsere gute Laune nur wenig – wir fanden kurze Zeit später bei der Abfahrt einen super Picknickplatz mit toller Aussicht und nahmen danach den Grimsel-Pass in Angriff – Überwältigend, ich hätte mich nicht über ein paar Trolle am Straßenrand gewundert, fühlte mich wie in einer Märchenwelt… und unten glitzerte der See. Leider auch hier, kurz vor der Passhöhe und auf dem Pass: Nebel! Schade!

Deshalb kein Furka-Pass, sondern direkt ins Hotel Grimsel – tja, und wieder die Ersten!!! ?
Was mir ermöglicht, dir jetzt schon vor dem Abendessen mitzuteilen, wie dieser Tag war.
Und… was meine Gedanken zum Tagesimpuls sind. Denn für mich war es der bisher wichtigste Impuls, da ich in den vergangenen beiden Tagen Angst hatte, diese Tour nicht zu schaffen – als relative Anfängerin und zum ersten Mal mit einer Gruppe in den Alpen.
Das habe ich gestern Abend auch in der Großgruppe gesagt – und sehr viel Verständnis und Zuspruch erfahren!
Dadurch habe ich wieder Mut gewonnen (und endlich gut geschlafen) und Selbstvertrauen - in mich, die Gruppe und in meinen Schutzengel.
Dafür danke ich Euch! …Auf zu neuen Pässen!

Ute

 

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