2017 | Spurensuche | Tour-Tagebuch

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6. Tag (Donnerstag, 13. Juli 2017)

in Volkenroda

Hallo Lila,

heute ist der 7. Tag unserer Pilgerreise „Spurensuche“. Unterwegs auf den Spuren Martin Luthers, den Spuren der Ökumene und auch auf unseren eigenen Spuren. Als der Tag für mich heute Morgen mit einem Gottesdienst um 7.30 Uhr begann, wusste ich noch nicht, dass ich heute Abend, anstatt zwei Bier zu trinken, euch liebe Mitpilgerinnen und –pilger ein paar Zeilen schreibe. Nach dem heutigen Frühstück starteten wir gleich mit der Klosterführung. Sehr interessant wurde uns die Geschichte der Klosteranlage über die Gründung durch die Zisterzienser, die Zerstörung sowie deren Wiederaufbau nähergebracht. Besonders interessant waren die Klosterkirche und der Christus-Pavillon. Dieser wurde als ehemaliges Ausstellungsstück von der Expo Hannover im Jahre 2001 in das Klostergelände integriert. Der Pavillon dient heute als Begegnungsstätte und für Konzerte und Ausstrahlungen und Gottesdienste. Da unser Redner Motorradfahrer ist, sehen wir ihn bestimmt mal bei einer PmPS-Tour. Nun müssen wir auch schon los, der nächste Termin wartet schon (Stress beim Pilgern, wer hätte das gedacht).

Mit leichtem Gepäck bei bewölktem Himmel und noch kühlen Temperaturen machen wir uns auf den Weg nach Eisenach zum Lutherhaus. Doch einer fehlt, Rainer, mein Hintermann, ungewohnt, aber OK, er nimmt sich heute eine Auszeit und stöbert wahrscheinlich nebenan im Gitarrenladen. Alle Gruppen dieser Tour erreichen die Ausstellung zur Ökumene pünktlich. Schnell die Sachen verstaut, noch eine bunte Brille geschnappt und schon geht es los. Eine sehr interessante Ausstellung, welche die Sichtweisen der beiden Kirchen, - evangelisch und katholisch – getrennt würdigt und in der Ökumene vereint. Aber da war ja noch die Sache mit der Brille, ein Glas rot, die Sicht der Katholiken, ein Glas blau, die Sicht der Evangelen. Und dazu passend rote und blaue Untermalungen in den Darstellungen, aber genau anders herum. Also, frisch ans Werk.
Kneife ich das eine Auge zu, sehe ich als Katholik, das andere als Evangele. Und wenn ich beide Augen öffne, so sehe ich rot und blau, das ergibt wiederum lila = ökumenisches Tagebuch.

Nach der Ausstellung trennen wir uns wieder in unsere Kleingruppen und sehen uns doch alle in den nahegelegenen Cafés wieder. Bei Eis, Kaffee und Kuchen, mit Karte, Navi und Lesebrille ausgestattet planen wir den weiteren Tagesablauf. Wir entscheiden uns für Fahren statt Laufen und starten bei optimalen Bedingungen Richtung Schmalkalden. Durch den Thüringer Wald, über weite Felder, schönen Kurven fahren wir über den Rennsteig. Wir sehen Sommer-Rodelbahn, Skispringschanze und Klettergarten. Doch zum Verweilen keine Zeit, heute sind Kurven angesagt. Und dann, nicht schon wieder, Anne hat wieder eine Baustraße entdeckt; Durchfahrt verboten. Leichtfertig setzt sie unseren Punktestand 3 : 1 aufs Spiel; soll heißen vier Baustellen und nur einmal mussten wir umkehren. Der 1. km läuft, keine Baumaschinen, nichts; dann LKW, Bagger, alles steht. Ein Bauarbeiter versperrt den Weg, erzählt von zurückschicken und 60 € usw. Aber - entweder war es Annes Blick, ich sage nur „blaue Augen“, weiblicher Charme halt, oder weil er selbst Motorrad fährt, wir dürfen vorbei. Ergebnis: fünf Versuche,
4 : 1, aber diesmal mit gelber Karte; oder mit zwei blauen Augen davon gekommen. Weiterfahrt bei schönstem Wetter, dann Pause, uns läuft die Zeit davon, 18.30 Uhr gibt es Essen „warm“.

Wir kehren um, noch ein kurzer Stopp am Wasserfall zum Wasserlassen und dann ging es aber zügigst los, Richtung Volkenroda. Anne hatte wohl mächtig Hunger und zog ordentlich am Kabel, ich als Letzter flog mehr, als dass ich fuhr. Selbst an den beiden Sozia-Maschinen konnte ich kaum dranbleiben. Aber es war geil, machte richtig Spaß. Nur leicht verspätet, „Danke Anne“, erreichten wir den Speisesaal. Schnell gestärkt stand schon der nächste Termin an. Abendandacht mit Rainer unserem Quotenpfarrer. Er hatte den Tag genutzt und einige Vor-bereitungen getroffen. Bei Gitarrenklängen und gemeinsamen Liedern konnte jeder für sich zur Halbzeit Resümee ziehen oder einen Ausblick geben. Ich für mich sage nur, gut, wie „Sahnetorte mit Cappuccino“. Und schon wartet das nächste Highlight: „DVD-Abend“ über das Pop-Oratorium Luther aus der Dortmunder Westfalenhalle, live Mitschnitt. Marita war live daran beteiligt. Tolles Konzert, so viele Chöre, Gänsehaut.
Am späten Abend wird in der Weinstube noch kreativ an einem Lied gedichtet. Da bin ich mal gespannt, ich freu mich drauf. So, das war‘s, der Tag ist rum, ein letztes Bier, eine geile Tour.
Ich schließe mit „Leila ist geiler“

Wolfgang Elfert

 

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