2016 | Riesengebirge | Tour-Tagebuch

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2. Tag (Sonntag, 19. Juli 2016)

Brotterode-Trusetal – Konnersreuth

Hallo Lila!
Ich sitze hier in einem allerliebsten Innenhof in Konnersreuths Hotel „Weißes Rößl“ – Inhaber Herr Schiml! Heute Morgen bist Du bei mir gelandet – hat irgendwie sollen sein.
Der Tag hat mit einem Ständchen für Thomas Kintrup begonnen, der gestern Geburtstag hatte – wir haben uns sehr bemüht.
Tagesthema: Wen haben wir bei uns – so um uns rum?
Tja, also erst einmal meine Regenpelle – heute auch notwendig.
Nach den ersten schönen Kurven habe ich gemerkt, dass der Gott des guten Fahrers – noch – nicht bei mir ist – zu steif, zu unlocker. Aber dann war ich doch mal nachsichtig mit mir: Wie oft fahre ich so lange Strecken? War ich denn bei Reisebeginn total entspannt? Nein, also darf ich mir auch mal zubilligen, nicht wie Valentina Rossa durch den Thüringer Wald zu brausen.

An Menschen mit Rollbrettern, einer beeindruckenden Skisprunganlage, bewaldetem Gebiet, freier Aussicht und sogar einem Schwarzstorch vorbei führt uns Michaels Route kreuz und quer durch den Naturpark Thüringer Schiefergebirge / Obere Saale!
Und noch zwei, denen ich begegne: Schutzengel in Aktion! Einer für mich und einer für Rainer. Ich bin dankbar, dass sie bei uns waren – just in time!

Und auch für die Gruppe, jedem einzelnen bin ich dankbar – es wäre sehr interessant – so stelle ich es mir unter meinem Helm vor – jeden mit dem vorzustellen, was ich von ihr weiß oder meine zu wissen. Auf jeden Fall habe ich auf dieser Reise wieder Menschen um mich, die zuhören, die aufmerksam sind, die liebenswert sind und die Motorrad fahren.
Und so geht es weiter über die Thüringer Bratwurst, der Saalberger freiwilligen Feuerwehr, an der Bleilochtalsperre, durch das wunderschöne Vogtland, etwas durch Tschechien um ins Bayernland einzufahren. Dabei begleiten mich auch die, die ich leider nicht mehr erleben kann, mit denen ich aber nach wie vor gerne Zwischensprache halte.
Und natürlich sind auch alle Reginas dabei – ich bin ja viele: die Ungeduldige, die die nicht nett zu langsam fahrenden Autos auf dieser Tour ist, die die sich etwas traut, die die zögert, die die genießt, die die sich in ein Korsett steckt – und auch wieder herausbefreit – und vor allem die, die bei dieser Tour wieder eine Gänsehaut nach der nächsten bekommt.

Tja, ganz schön viel los um mich herum – und es ist gut so!
Liebe Lila, ich hoffe, dass das ganze halbwegs nachvollziehbar ist! Wenn nicht: Mach einen Motorrad Führerschein und komm mit! Dann wirst Du auch über eine Frage wie diese stolpern: Hohe Tannen weisen die Sterne…und was bitte ist mit den niedrigen? Aber mach dir nichts draus: Eine Reise wie diese kann ich allen und vor allem Dir, liebe Lila, nur empfehlen!
PS: Ach ja, unsere Gruppe hat jetzt einen Namen „Die Pellen“

Regina (die große Blonde mit den schwarzen Stiefeln)

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