2012 | 1001 Berg | Reisebericht

Fast 3.000 Kilometer in neun Tagen legten 27 Motorradfahrer und -fahrerinnen auf der Pilgerfahrt "Pilgern mit PS" zurück. Nach dem Start an der Hilligen Seele bei Dörenhagen machte sich die Gruppe aus dem gesamten Erzbistum und darüber hinaus in drei festen Kleingruppen auf den Weg nach Italien. Die Leitung der Tour und der jeweiligen Gruppen hatten die Dekanatsreferenten Wolfgang Koch (Dekanat Hellweg), Peter Pütz (Dekanat Bielefeld-Lippe) und Thomas Mehr (Dekanat Lippstadt-Rüthen), die diese Form des Pilgerns nun zum dritten Mal durchführen.

Traditionell begann jeder Tag mit dem „Zündfunken", einem Impuls für den Tag, aus dem die Fahrer und Fahrerinnen eine Fragestellung an den Tag für die Tour mitnehmen. Die Texte und Fragestellungen fanden sie in ihrem „Roadbook der Seele", das jeder Teilnehmer erhielt. Bei Tagesetappen von 250-350 km und 5-6 Stunden im Sattel gab es genügend Zeit, sich mit diesen Gedanken auseinander zu setzen. Was dabei zwischen Helm und Sitzbank an Erkenntnissen und Fragen entstand, wurde am Abend in der sogenannten „Nachtickerrunde" zusammengetragen. Der gemeinsame Weg mit seinen Herausforderungen und widrigen Wetterumständen schaffte die notwendige Verbundenheit, um über Gott und die Welt ins Gespräch zu kommen. Und so konnte man nach den neun Tagen folgenden Beiträge im Gästebuch der dazugehörigen Internetseite (www.pilgern-mit-ps.de) lesen:

„Alle weltlichen Dinge unterliegen einer Abnutzung durch Verschleiß - der Glaube jedoch wurde erneuert und gefestigt. So möchte ich mit wenigen Worten, meine Erfahrung bei Pilgern mit PS 2012 beschreiben."

„Während "1001 Berg" ist mir klar geworden, dass Motorradfahren mit euch ein Bild zeichnet, das auch auf das ganze Leben übertragen werden kann. Was nützen 100 PS unterm Hintern, wenn die Kupplung im Hirn schleift. Mangelndes Vertrauen und Hingabe macht das Motorradfahren schwierig - und auch das ganze übrige Leben. Danke für diese großartige Fahrt, die vielen Impulse und Analogien."

„ ... Mich hat die Woche motiviert und mir wurde wieder klar, dass Gott mit uns sein Reich bauen will, er brauch mich und dich dazu. Packen wir es an."

Auf der Straße ging die Fahrt über den Spessart in den Allgäu, von dort nach Sulden in Südtirol und nach Livigno in der Lombardei. In ungezählten Kurven und Pässen setzen sich die Fahrerinnen und Fahrer mit sich, der Lust am Fahren und den Gefahren auseinander. Von Livigno ging es über die schweizerische und österreichische Grenze in den Bregenzer Wald, den Schwarzwald und in die Pfalz, bevor alle 27 Pilger wieder ihre eigene Heimat ansteuerten.

Thomas Mehr

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